Mittwoch, 24.04.2019 05:56 Uhr

Schüler-Demos: Über 300.000 streiken bundesweit!

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Berlin, 17.03.2019, 13:41 Uhr
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Berlin [ENA] Die Schülerbewegung "Fridays For Future" wächst beachtlich, mehr als 300.000 Demonstrantinnen und Demonstranten gingen in über 222 deutschen Städten auf die Straße, um für eine konsequentere Klimapolitik zu streiken. Rund 12.000 Wissenschaftler unterstützen mittlerweile die Freitags-Demonstrationen. Die Protest-Welle ist weltweit angekommen - rund 1.700 Klimakundgebungen fanden am, 15. März 2019, in 105 Ländern statt

"Wir streiken bis ihr endlich handelt" - unter diesem Motto kam es am letzten Freitag in ganz Deutschland zu einer Rekord-Demo. In 222 Städten gingen junge Menschen für eine konsequentere Klimapolitik auf die Straße: In Berlin waren es weit über 20.000 Schülerinnen und Schüler, in Köln mehr als 10.000 und in Hamburg zählte die Polizei ebenfalls um die 10.000. Aber auch die Proteste in München, Bremen und Düsseldorf hatten mit 5.000 bis 8.000 Teilnehmern ein Rekordhoch.

Wissenschaftler unterstützen jetzt die Demos

'Das erreichen der Klimaziele sollten die Jugendlichen doch den Profis überlassen', so twitterte der FDP Vorsitzende Christian Lindner in Bezug auf die Schülerproteste. "Herr Lindner, hier sind wir, die Profis", sagte Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin - und mit ihm haben über 10.000 renommierte Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Stellungnahme unterzeichnet um die Klimaproteste der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. Unter ihnen auch der Arzt und Moderator Eckard von Hirschhausen, Metrologe Sven Plöger und der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar.

Klima-Demos in 105 Ländern

Greta Thunberg hat den Anfang gemacht und gilt als Vorbild dieser Bewegung - statt zur Schule zu gehen hat die 16-jährige schwedische Umweltaktivistin jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm für eine verantwortungsvollere Umweltpolitik gestreikt. Mittlerweile ist die Protest-Welle weltweit angekommen. Rund 1.700 Klimakundgebungen haben am letzten Freitag in 105 Ländern stattgefunden. Darunter die Metropolen: Stockholm, Sydney, Kapstadt, London, Paris, Wellington und Neu Delhi.

Der Spruch des Tages auf den Plakaten war: "Wäre die Welt eine Autofirma, hättet ihr sie längst gerettet"! Trotz der Rekordbeteiligung am letzten Freitag haben sich aber auch einige Schülerinnen und Schüler von diversen Schulleitungen ins Bockshorn jagen lassen, wie zum Beispiel in Solingen, um eine Klimademo während der Schulzeit zu verhindern.

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