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Weltglaukomtag: Lebenslanges Risiko für Betroffene

Verantwortlicher Autor: Dieter Theisen/Tanja Plenk Bensheim, 07.03.2019, 11:14 Uhr
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Bensheim [ENA] Die Augenkrankheit Glaukom (auch Grüner Star genannt) kann zu Erblindung führen, ist nicht heilbar, kann nur mit Medikamenten und Operationen aufgehalten werden. Erkrankten in Entwicklungsländern fehlen oft die finanziellen Mittel für Medikamente oder Operationen, oft werden sie auch nicht genug über den Verlauf der Krankheit aufgeklärt. Am 12.März ist Weltglaukomtag. Ein Tag der für die CBM erneut entscheidend ist.

Am Beispiel des heute drei Jahre alten Rayan aus Uganda wird deutlich, wie schwierig der Umgang mit dieser Krankheit ist und welche weitreichenden Folgen Glaukom für die Betroffenen aber auch deren Familien haben kann. Rayan ist drei Jahre alt und hat bereits drei Operationen hinter sich. Der Junge aus Uganda hat Glaukom, eine Augenerkrankung, die zu Blindheit führen kann. Weltweit gibt es 2,9 Millionen Menschen, die nicht mehr sehen können, weil die Krankheit zu spät erkannt und nicht behandelt wurde. Auf deren Schicksal macht die Christoffel-Blindenmission (CBM) anlässlich des Weltglaukomtags am 12. März aufmerksam.

Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist tückisch: Die Krankheit ist nicht heilbar, man kann sie nur aufhalten - mit Medikamenten und Operationen. Außerdem kommt sie schleichend und verursacht meist keine Schmerzen. Glaukom bewirkt eine Schädigung des Sehnervs. Eine Ursache dafür kann erhöhter Augeninnendruck sein. Das führt zu Sichtausfällen, die bei Erwachsenen lange unbemerkt bleiben. Bei Kindern dagegen zeigen sich Symptome: Sie sind in der Regel lichtscheu und die Augen tränen. Keine Freunde, keine Zukunft So war es auch bei Rayan. Seine Mutter Viola Kakoza machte sich Sorgen, weil ihr Baby mit sechs Monaten die Augen nur noch bei dämmrigem Licht öffnete.

Im örtlichen Krankenhaus erfuhr die zweifache Mutter, dass er dringend eine Operation braucht, weil er sonst erblinden würde. Dafür musste sie für ihre Verhältnisse viel Geld aufbringen und sich bei der Familie und Freunden verschulden - für die Zukunft ihres Sohnes. Er sollte doch mit seinem Bruder spielen, später in die Schule gehen und Freunde haben können. Der Eingriff war erfolgreich, aber nicht für lange. Kaum ein halbes Jahr später zeigte Rayan die gleichen Symptome und benötigte wieder eine Operation. Bei der ersten Diagnose versäumten die Ärzte, Viola die Krankheit und deren Folgen zu erklären. Erneut musste sich Viola für den Eingriff verschulden.

Das ist die Schwierigkeit bei Glaukom: Die Erkrankung kann jederzeit wieder auftreten. Deshalb müssen Patienten mit diagnostiziertem Glaukom regelmäßig zum Augenarzt. Als aber klar war, dass auch eine dritte Operation notwendig ist, hatte Viola keine Hoffnung mehr, für die Behandlung aufkommen zu können. Verzweifelt kam sie mit Rayan schließlich in die CBM-geförderte Augenklinik Mengo. Dank der CBM-Spenderinnen und Spender wird Rayan im Mengo-Krankenhaus kostenfrei operiert und so der Augendruck gesenkt. Die Ärzte dort erklären Viola erstmals genau, dass regelmäßige Untersuchung und Behandlung für ihren Sohn ein Leben lang wichtig sind.

Der dreijährige Rayan hat Glaukom. Dank der kostenlosen Behandlung durch CBM konnte verhindert werden, zu erblinden
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